|
Im Dorf leben fast
ausschliesslich Witwen und Kinder, die den Völkermord von 1994
überlebt haben. Die Hauptaufgabe besteht darin, der lokalen
Gemeinschaft wieder ein menschenwürdiges Leben zu geben.
Wir treffen uns regelmässig und sagen den Personen, um die
wir uns kümmern, ihre Ideen und Wünsche für die Zukunft
zu äussern. Sie haben eine Genossenschaft gegründet und
sind zusammen für die Entwicklung des Dorfes verantwortlich.
Alles was jetzt folgt ist das Ergebnis unserer Zusammenkünfte
und gewollt von allen.
|
• Die bereit
bestehende Volksschule wurde saniert: somit stehen 6 Klassen zur
Verfügung.
• Der Bau einer neuen Schule ( 4 Klassenzimmer) mit Speisesaal,
Küche und Büro für die Lehrer. Die am 8. März
2005 begonnenen Arbeiten wurden durch die Beteiligung aller Dorfbewohner
ausgeführt. Dafür haben sie ein kleines Gehalt und das
Mittagessen bekommen. Dies hat positive Begeisterung und Gemeinschaftsgeist
ausgelöst und mehr Dynamismus in der Gemeinschaft erzielt.
• Der Schulanfang der neuen und alten Klassen erfolgte am
16. Januar 2006 und den 350 Kindern wird täglich ein Mittagessen
gespendet.
Der Bau der Schlafstätten und der sanitären
Einrichtungen lauft auf volle Touren. Der zuständige Ingenieur
Marco Bondini war für zwei Wochen an Ort und Stelle, um die
Schreiner- und Dacharbeiten zu überwachen. Solarzellen sind
für die Beleuchtung des Internates vorgesehen. Die Bauarbeiten
werden zu Beginn des nächsten Schuljahres (Januar 2007) erstellt
sein.
Grund- und Mittelschule erhalten immer noch eine Unterstützung
in Höhe von 900.000 FW (ca 1.500 USD) für die Ernährung
der Kinder (3 Mahlzeiten pro Tag für 94 Studenten der Mittelschule,
und eine Mahlzeit pro Tag für die 350 Kinder der Grundschule).
Jede Woche bekommt jedes Kind ein Brötchen von der Bäckerei
( im Wert von 15 USD pro Woche).

• Am 19. August 2005 wurde die neue Anlage zur Wassergewinnung
eingeweiht!
Das bedeutet für das Dorf das Ende harter Jahre, als das Wasser
aus dem kilometerweit entfernten und verschmutztem Fluss geholt
werden musste. Das Dorf verfügt nun über 5 Stellen mit
gutem und reinem Wasser, das aus einer nahe gelegenen Quelle kommt
und dank eines kleinen Aquädukts im Dorf ankommt.
Bis heute, zählt das Dorf Nyamyumba 75 Kühe. 50 wurden
von Mabawa gespendet, und 20 weitere wären nötig, um die
bedürftigsten Familien zufrieden zu stellen.
Kühe produzieren Mich und Mist für Gemüsegärten,
aber sie sind auch ein wichtiges kulturelles Signal: die Rückkehr
zur Normalität nach dem erlittenen Viehverlust während
des Völkermordes.
Das Ministerium für Landwirtschaft hat uns einen wunderschönen
Stier geschenkt, als Anerkennung Mabawa’s Beitrag zur lokalen
Zucht. Viele kleine Kälber sollen bald zur Welt kommen.!
Das Ministerium hat versprochen, dass der tierärztliche Dienst
regelmäßig zu Besuch kommen wird.

Mabawa hat 10 Häuser gebaut und dazu ein Haus, das vorübergehend
während der Bauarbeiten von Familien genutzt werden kann.
Jedes Haus besteht aus Wohnzimmer und 3 Schlafzimmern. Küche
und WC befinden sich außerhalb des Hauses.
Die Familien bekommen Betten mit Matrassen, zwei Bänke für
das Wohnzimmer, ein Möbel für Kleider, Betttücher,
Decken und eventuell die nötigsten Haushaltsutensilien.
Ferner ist vorgesehen weitere 23 Häuser aufzubauen, oder zu
sanieren.

Im Betrieb seit Mai und beschäftigt 6 Personen. Zwei Personen
sind bis Ende 2006 von Mabawa bezahlt (die Bäckerin, die von
außerhalb kommt und eine zusätzliche Hilfsperson, die
die Schichtarbeit erleichtert).
Sie haben einen aktiven Kassenbestand von 300.000 FRW (ca. 530 USD),
um die restlichen Löhne und Rohstoffe zu bezahlen. Mabawa hat
Kosten für die Erweiterung der Räumlichkeiten übernommen,
da die Produktion ständig zunimmt.
 |
Im krankenfürsorgeeinrichtung,
Doktor Celestine verbringt 3 Tage pro Monat in der Gesundheitseinrichtung
und leistet damit eine regelmäßige Kontrolle. Mabawa
hat die 3 Zimmer der Einrichtung saniert, wo es jetzt Decken
und Betttücher gibt. |
Terrassenförmiges
anbausystem ist der Pfeiler unseres Projektes. Der Dorf kann das
Land anbauen und das bedeutet die Rückkehr zu einem normalen
Leben und Unabhängigkeit.
Der 10 Hektar große Hügel, vorgesehen für dieses
Projekt, ist bearbeitet und zu einem terrassenförmig angelegtes
System umgewandelt worden. Die Behandlung mit Kalk und Mist findet
jetzt statt und die Parzellen (1.000 m2 )sind an die Gemeinschaft
verteilt worden.
Die Arbeit wurde unter der Bewachung von Coocaster Agronomen von
lokalen Arbeitskräften geleistet.
Nach Beratung mit dem ISAR (Institut Sciences Agronomiques du Rwanda)
wurden für die erste Ernte Kartoffeln, Mais und Weizen angebaut.
Wie vorgesehen im Kostenvoranschlag, übernimmt Mabawa die Finanzierung
für die erste Saatzeit.
Mabawa wird 2 Hektar Land anbauen, um andere Typologien von Produkten
zu testen (u.a. Viehfutter und weitere Lebensmittel).
Um das System zu stabilisieren, werden die Böschungen mit 10
verschiedenen Futtergrassorten angelegt. Dies ist im Zusammenhang
mit dem Käserei Projekt, das eine Kühe- und Ziegenherde
vorsieht, zu betrachten.
Da das terrassenförmige Anbausystem sehr viel Interesse geweckt
hat, arbeiten schon jetzt viele Mitarbeiter, die Know-how entwickelt
haben, an ähnlichen Projekten in der Umgebung.
Alle Mitarbeiter haben akzeptiert sich an der „Mutuelle de
Santé Nationale“ anzumelden. Der Betrag wird von ihrem
Löhn abgezogen.

Das Dorf blüht
und das Leben kehrt zurück…was vor 18 Monaten ein fernes
Ziel zu sein schien ist heute Wirklichkeit und alle können
es sehen.
Es ist eine grosse Freude, die uns als Ermutigung für die übrigen
zu leistenden Arbeiten dient.
|